Ironman 70.3 Rennbericht

9. Platz bei meinem ersten Pro-Rennen und zweit bester Deutscher.
So wirklich kann ich es noch nicht glauben, zumal es wirklich mies begonnen hat. Aber nicht aufgeben zahlt sich doch manchmal aus;-)

Im Schwimmen habe ich komplett den Anschluss verloren, da eine kleine Gruppe mit 5-6 Athleten zur falschen Boje gelenkt wurden. Gewundert habe ich mich da schon ein wenig, aber ich habe versucht einfach den Anschluss zu halten. Leider musste ich die Gruppe nach 700m ziehen lassen und so war ich von nun auf mich alleine gestellt.
Ich habe ja dann irgendwann auch das Ufer erreicht, aber die Zeit war mies und einen Krampf bekam ich auch direkt beim verlassen den Sees……na toll, fing ja gut an;-)

Auf den ersten 20km fand ich nicht meinen gewohnten Rhythmus auf dem Rad. Vielleicht lag es an der Kälte, ich weiß es nicht genau. Normalerweise brauche ich so ca 5km bis die Wattwerte so sind wie sie sein sollen;-). Bei KM 21 kam dann der lange Anstieg von 13km hoch zum Hochkönig. Der Belastungswechsel stehen/sitzend liegt mir sehr gut und so könnte ich etliche Athleten auf dem steilen Stück einsammeln. Selbst der Weltrekordler und Sieger Marino Vanhoenacker machte hier keine Zeit auf mich gut. Die anschließende Abfahrt sowie die weiteren flachen 30km liefen dann prima. 10km vor dem Ende des Radparts setzte dann starker Regen ein. Leider gibt es zum Schluss einige enge Kurven und zack, eine Sekunde nicht aufgepasst, schon rutschte mein Vorderrad weg. Zum Glück bin ich irgendwie auf dem Bike geblieben und habe von da an wirklich nichts mehr in den nassen Kurven riskiert. Insgesamt war ich mit dem Radpart recht zufrieden, auch wenn meine Leistung beim Weilburgman einen Tick stärker gewesen war.

Als 13. wechselte ich dann in die Laufschuhe. Die ersten Kilometer sind recht flach und ich konnte schnell mein anvisiertes Tempo von 3:40 pro KM laufen. Insgesamt hat die Laufstrecke aber fast 300 Höhenmeter was wirklich kräfteraubend sein kann. Zum Glück hatte ich wohl noch etwas mehr Körner im Tank als einige andere Pro-Athleten und so schob ich mich langsam nach vorne. Bei KM 14 hatte ich dann ein Tief, aber ich wurde so perfekt mit Zeiten und Abständen von meinem Betreuerteam versorgt, dass dies weitere Kräfte freisetzte. Bei KM 17 betrug mein Rückstand auf den 9. nur noch 15sec und so forcierte ich noch einmal um dem Belgier keine Chance zu lassen.
Mit der viert besten Laufzeit des Tages (1:19:xx) fast 2min schneller als der Sieger Marino, bin ich überglücklich. Wieder mal haben mir meine Rad- und Laufstärke ein sensationelles Rennen beschert, auch wenn ich nach der ersten Rennstunde fast aussichtslos zurück lag.
Merksatz des Tages: NEVER GIVE UP !!

Ich möchte mich auf diesem Wege natürlich ganz besonders bei den Leuten bedanken, die mich hier vor Ort unterstützt haben. Ohne sie wäre so ein Rennen mit Ups and Downs nicht möglich. Daher vielen Dank an: Sue, meine Eltern, Marianne und Christoph, Micha und Claudia und Mo und Kathie von Custom Cycling.

Vielen Dank auch an meine Sponsoren die mir den Sport auf diesem Niveau erst ermöglichen !!

Jetzt ruhe ich mich noch 2 Tage aus und dann gibts einen kleinen Trainingsblock in der Heimat.

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so long

Matthias

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