Ironman Wales pre Race

Shit, hier habe ich mich wohl auf eine wirklich krasse Sache eingelassen;-):

Gestern haben wir die Schwimm- und Laufstrecken hier in Wales getestet und was soll ich sagen: Es ist wohl wirklich der der härteste Ironman der Welt! 2500 Höhenemeter auf dem Bike, mehr als 600m auf dem Run und beim Schwimmen gibt es alles von flach bis zu wirklich hohen Wellen….so ist es eben im Meer;-)

Leider ist die Bikestrecke nicht nur schwer sondern wirklich gefährlich was Kurven, Straßenbelag und ähnliches angeht. Wenn sie nass ist und das wird sie leider morgen, muss man wirklich höllisch aufpassen. Der Veranstalter empfiehlt auf Aerolaufräder und Scheiben wegen Böen bis 80 km/h zu verzichten….gut, dass ich nur Scheibe und 80mm Laufrad dabei habe;-) Nein, ich bin nicht schlecht vorbereitet, nur gab es solche Böen im Rahmen der siebenjährigen Geschichte des Rennens noch nie (und ich bin auch noch nie etwas anderes bei einem Rennen gefahren;-)….12-15 Grad mit Schauern sind angesagt, aber wir sind ja auch nicht auf den Kanaren…

Ihr seht, ich schreibe viel über Wetter, Strecke und Härte des Rennens…woran das wohl liegt? Weil ich zum ersten Mal seit vielen Jahren richtig Respekt vor einer Wettkampfstrecke habe. Sonst geht es immer nur um Watt und Aeroequipment und diese Sachen, doch morgen geht es einfach ums Durchhalten und nicht stürzen.

Ich werde mein Bestes geben und versuchen auch am Ende des Tages noch etwas lächeln zu können….

Start: 7:55 dt. Zeit, 6:55 Ortszeit

Startnummer: 16

Liveticker auf ironman.com

Schwimmstrecken-Check gestern (bei Ebbe & schönem Wetter;-)):

 

 

Last day in Camp!

Der letzte Abend in St. Moritz hat begonnen und heute durften wir nochmal bei absolutem Kaiser-Wetter trainieren:

Das Training hat gut geklappt und meine Form ist wieder recht solide. Sicher nicht ganz so gut wie vor Roth, aber nach wirklich gesundheitlich schwierigen 2-3 Wochen habe ich nicht gedacht, nochmal so fit zu werden und in Roth hat es ja nichts gebracht;-)

Morgen fahren wir nach zwei kurzen Trainingseinheiten zurück nach Wiesbaden und am Donnerstag geht es dann weiter nach Wales. Aufgrund der Tatsache, dass man innerhalb der ersten 2-5 Tage nach der Rückkehr ins Flachland racen muss um den Höheneffekt voll ausnutzen zu können, kommt der Streckencheck in Wales etwas kurz….aber man muss sich eben entscheiden;-)

Was meine Chance in Wales angeht so bin ich doch etwas überrascht worden, wie gut das Starterfeld ist. 35 männliche Pros sind gemeldet und ich werde auf Position 15 getippt….diesen Platz will ich natürlich unbedingt schlagen;-) Der Vorjahres-Zweite Philipp Graves wird zB auf Platz 16 getippt, das spricht für die Stärke des diesjährigen Starterfeldes;-) Das Rennen zählt schon für Hawaii 2018 und da wollen eben viele Pros früh Punkte sammeln.

Ich werde einfach alles geben und da es sich um das wohl schwierigste Ironman Rennen der Welt handelt, wird es zumindest ein großes Abenteuer;-) Neben den 2600 Höhenmetern auf dem Bike und knapp 700 Höhenmetern beim Run dürfte das Wetter mit 12 Grad und Regen wohl die größte Herausforderung werden.

Ich werde alles geben und will unbedingt finishen…dann wird es schon für eine bessere Platzierung als Nr. 15 reichen;-)

Ich melde mich aus Wales.

Adiö aus St. Moritz!

Neue Homepage ;-)

Endlich wird aus trivolution-training.de eine internationale Platform;-)) Mit trivolution-training.com sind wir nun auch international unterwegs. Über diesen längst überfälligen Schritt freue ich mich sehr! Zudem hat unsere Homepage eine kleine Auffrischung genossen;-) Schaut es euch doch gerne mal an (einfach auf das neue Logo klicken;-)):

 

 

Derweil läuft das Training in St. Moritz auf Hochtouren und ich muss zugeben, besser als erwartet trotz der Höhe;-) Heute: 15x800m auf dem Track + 2h Bike inkl. 2x15min Sweet Spot….;-)

Impressionen aus St Moritz

Das Wetter ist wirklich prima und das Training läuft gut. Die Intensitäten in der ersten Woche bleiben allerdings noch moderat, denn anders steht man das auch auf 2300m nicht durch;-)

Morgen geht’s nochmal für 5h und 3000hm aufs Bike bevor am Montag dann der nächste Ruhetag ansteht.

Ein schönes Wochenende nach Hause!

Matthias

Trainingslager St. Moritz

Seit Sonntag sind Peto und ich im schönen Schweizer Nobelort St. Moritz um an unseren Polo-Skills zu arbeiten. Zwischendurch gehen wir aber auch ein wenig Radeln, Schwimmen und Joggen. St. Moritz liegt auf 1800m und das macht es dann doch etwas „knifflig“ was das Training angeht. Wer an ein Höhentrainingslager mit dem Motto „ach was soll’s, mache ich genau wie dahoam“ rangeht, zerstört sich und seine Form im Handumdrehen. Unser erster 4-Tages Block besteht lediglich aus Grundlageneinheiten um uns an die neue Umgebung zu gewöhnen. Heute zB sind wir 4h geradelt bei einem NP von 230 Watt. Diese Einheit könnten wir zu Hause nach einer durchzechten Nacht und 30min Schlaf mit Leichtigkeit absolvieren;-) Hier war es echt hart! Genau so sieht es beim Laufen aus. Alles muss einfach ein wenig gedrosselt werden. Die niedrigere Sauerstoffsättigung im Blut ist daran Schuld. Nach 2-3 Wochen adaptiert der Organismus aber und ein höherer Hämatokrit-Wert ist die Folge. Zurück im Flachland profitiert man dann ein paar Tage von der Anpassung und sollte dementsprechend racen;-)  Genau das haben wir vor….und so lange genießen wir das Training im malerischen Engadin!

Die Dichte dieser preisgünstigen italienischen Familienfahrzeuge ist hier in St. Moritz auch auffällig hoch…

Der Pool ist auch weltklasse…was man bei 14€ Eintritt aber auch erwarten darf;-)

Happy training!

Matthias

6. Platz Challenge Finnland

 

Heute bin ich bei der Challenge Finnland über die Mitteldistanz am Start gewesen. Ein insgesamt tolles Rennen ist hier in den letzten beiden Jahren herangewachsen und ich habe mich auf den Start hier gefreut.

Am Ende hieß es Platz 6 für mich. Ein Ergebnis mit dem ich nicht 100% zufrieden bin, aber nach den ganzen gesundheitlichen Problemchen der letzten Wochen zufrieden sein sollte;-) Leider habe ich die letzte Schwimmgruppe verpasst und konnte so nicht an meine passable Schwimmleistung aus Roth anknüpfen. Auf dem Rad bin ich dann mit 323Watt NP und 43,4km/h die schnellste Zeit des Tages gefahren. Trotzdem stieg ich sehr frustriert von diesem ab. Warum? Weil man auf flachen Kursen bei den 12m Abstand laut Regelwerk einfach keine wirkliche Zeit auf eine größere Gruppe gutmachen kann. Lediglich 90sec auf die fair fahrende größere Gruppe und 2-3 min auf kleine Grüppchen konnte ich nach meinem schwachen Schwimmen aufholen. Auf den ersten 10 Laufkilometern hatte ich dadurch erstmals in meinem Leben richtige Motivationsprobleme und wollte/konnte mich nicht ernsthaft quälen. Zum Glück holte ich trotzdem ganz leicht auf und ab KM 13 (und ein paar Anfeuerungen inkl. Zeitabständen) ging es dann wieder und die Motivation war zurück. Mit der zweit schnellsten letzten Runde und dem dadurch entstandenen Negativ-Split holte ich noch drei Plätze auf und kam 1sec (! ) hinter meinem Athleten Marc Unger als 6. nach 3:59h ins Ziel. Marc hat ein super Rennen gemacht und sein bisher bestes Profi-Ergebnis mit Platz 5 erzielt! Eine grandiose Leistung und ich freue mich total für ihn! Allerdings: #beatthecoach bedeutet Straf-Intervalle im Training lieber Marc;-)
Vielen Dank an das gesamte Team um Orga-Chef Heikki, der eines der organisatorisch besten Rennen, die ich je gemacht habe, auf die Beine gestellt hat!!

Meine weitere Profi-Athletin Nina Kuhn war derweil bei den deutschen Meisterschaften im Rahmen der Challenge Regensburg auf der Langdistanz im Einsatz…und WIE!
Nina ist neue deutsche Meisterin und hat mit einer neuen persönlichen Bestzeit nach 9:34h Platz 4 im Gesamtranking erzielt! Chapeau liebe Nina, eine ganz starke Leistung und ich freue mich über meinen ersten deutschen Meistertitel (bei den Profis) als Coach;-)

Morgen geht’s wieder zurück nach Wiesbaden!

Kaikkea hyvää…wie wir hier in Finnland immer sagen;-)

Matthias

Marc und ich beim Zieleinlauf!

Challenge Finnland Pre-race

Mittlerweile war ich nun schon auf sehr vielen Triathlons weltweit und abgesehen von der Antarktis habe ich Rennen auf jedem der (geopolitisch) sieben Kontinente absolviert. Was soll also an einem Triathlon im finnischen Turku schon so besonders sein???

Vieles kann ich euch sagen! Angefangen bei Race Direktor Heikki, der einem jeden Wunsch von der Nase abließt. Egal was einer der Pro-Athleten benötigt, Heikki kümmert sich drum. Um 1:00 nachts vom Flughafen zum (super genialen) Hotel geshuttelt werden? Kein Problem, Heikki macht das! Defekt am Rad? Ruf einfach Heikki an. 210€ Hotelkosten pro Nacht? Nicht bei der Challenge Finnland. Der Veranstalter lädt ein….Heikki kümmert sich wirklich grandios um uns!

Normalerweise kennt man sich unter den Pros, aber oft ist viel mehr als ein „Hi“ und „bye“ mit den ausländischen Athleten nicht drin, weil alle weit verstreut in unterschiedlichen Hotels in der jeweiligen Stadt leben. Nicht aber in Turku….

So waren Marc und ich zB heute mit Mitch (Australien) im Schwimmbad, den ich von den Philippinen und aus Malaysia (wir sind zusammen 15km im Race spaziert;-) kenne. Zu Abend haben wir mit Thomas aus Dänemark gegessen, der die Challenge Fredericia im letzten Jahr gewonnen hat (ich war 6.). Danach gab es Eis mit Jens Frommhold und seiner Freundin aus Potsdam (wir sehen uns bei fast jedem Rennen auf der Welt;-). Tagsüber unterhält man sich lange mit Dylan den ich vom Rennen aus Neuseeland kenne. Beim Frühstück sitzt man dann mit ganz vielen Pros zusammen und das ist wirklich nett. So viele verschiedene Sportler mit den gleichen Zielen aber ganz unterschiedlichen Wegen…Triathlon ist auch ein Lifestyle und bei den hektischen Reisen und dem ganzen hin und her bei den Rennen vergisst man das leider leicht. Hier erfahre ich mal wieder wieso das so ist und das ist wirklich cool!

Ihr seht, ich genieße die Zeit in Finnland sehr. Das Rennen ist flach und schnell. Die Sonne scheint, das Wetter ist toll und wenn jetzt noch mein Körper am Sonntag mitmacht, habe ich einen ganz tollen Trip in den hohen Norden Europas gehabt!

Start ist am Sonntag um 8:00 dt. Zeit (9:00 Ortszeit). Startnummer: 17

Das Rennen wird live im finnischen TV übertragen….ob es einen Stream gibt, ist wohl noch nicht sicher…evtl die Bilder des TV. Schaut einfach am So. mal auf der Seite des Veranstalters nach: http://www.challengeturku.com/

Turku ist zudem ein sehr nettes Städtchen und es lohnt sich wirklich sehr, hier bei der Challenge zu starten!

 

Grüße nach Deutschland!

 

Back again…

Seit fast 3 Wochen habe ich hier kein Update mehr von mir gepostet. Leider hat das einen Grund und in meinem Fall keinen so besonders guten…

Nach dem gelungenen Trainingslager in den Vogesen fühlte ich mich auf einmal extrem schlapp und hatte ordentliche Schmerzen im Kiefer und Gesicht. Ich vermutete einen Virus doch leider verblieben alle Bluttests und HNO-Arzt Besuche negativ. An Training war überhaupt nicht zu denken….vielmehr freundete ich mich mit unserer Couch an….schließlich wird diese von mir doch öfters sträflich vernachlässigt;-)

Mittlerweile fühle ich mich aber wieder recht gut und die Wurzel allen Übels scheint wohl wirklich eine Wurzel im Kiefer zu sein;-) Das Problem an der Sache ist nur, dass ich praktisch zwei Wochen kaum bis gar nicht trainieren konnte und kommenden Sonntag steht mit der Challenge Finnland die nächste MD an. Absagen? Oder doch hinfahren?

Gerade sitze ich am Flughafen in Frankfurt und natürlich habe ich mich dafür entschieden hin zu fliegen. Zu meiner aktuellen Form kann ich leider nichts sagen, da alle meine „Test-Workouts“ ausfallen mussten. Ich kann mich nicht erinnern wann ich zum letzten Mal so unsicher bzgl. meiner Form an einer Startlinie gestanden habe, aber da genau ist ja auch eine große Chance. Ich bin einfach gespannt wofür es am Sonntag reicht. Vielleicht sitze ich bei KM70 an einer Bushaltestelle und mache Pause (schon geschehen bei KM15, 2015 in Malaysia;-)) oder ich mache ein gutes Rennen bis zum Ende weil ich bis vor 3 Wochen in einer super Form war. Diese Ungewissheit ist genau das, was mich an dem Test in Finnland reizt. Das Starterfeld war am Anfang recht klein und auch nicht besonders stark, das hat sich aber nach Veröffentlichung der Startliste schnell geändert, so dass ich einen echten Prüfstand habe, wo ich aktuell stehe. Ihr seht, auch wenn man den Sport mittlerweile schon recht lange betreibt, gibt es immer wieder neue Sachen zu erleben und so bin ich auf mein kleines Abenteuer in Finnland gespannt.

Bis bald,

Matthias

Vive la france…

Bonjour Allemagne,

das Wetter ist toll, die Seen laden zu netten Open-Water-Sessions ein und die Berge der Vogesen vermitteln Tour de France Feeling vom Feinsten,-) In Gerardmer lässt es sich für ein kleines Trainingslager schon sehr gut aushalten. Wir haben eine super Trainingsgruppe hier die heute nochmal um zwei weitere Jungs anwächst.

Heute steht der erste und einzige Ruhetag der Woche an. Dafür begeben wir uns später für 4,5km ins Schwimmbad und später wird noch ein wenig an der Athletik gefeilt.

Am Ruhetag wird das Sportlerfrühstück dann auch mal gegen ein französisches Frühstück eingetauscht;-)

 

Beim Blick aus unserem Häuschen auf den Lac de Gerardmer vergisst man auf jeden Fall auch keine Schwimmeinheit;-)

Schönes Wochenende nach Deutschland!

Matthias