Nach der Saisonpause ist vor der Saisonvorbereitung!

Lange war es still um mich und nun wird es Zeit endlich mal wieder ein kleines Update von mir zu posten;-)

Nach einer langen Saison und dem verkorksten Abschluss beim Ironman Wales hatte ich die anstehenden Saisonpause dringend nötig. Sowohl mental als auch körperlich war ich ziemlich müde und sehnte mich nach ein paar Wochen ohne strukturiertes Training. Diese Zeit hilft einerseits um kleine körperliche Wehwehchen ausheilen zu lassen und andererseits neue Kraft und Motivation für die bevorstehende Saisonvorbereitung zu tanken.

In der ersten Woche habe ich längst überfällige Aktivitäten in Sachen trivolution-training erledigen können und war zudem öfters mit meinem Mountainbike im Wald. Woche 2 und 3 waren dann für Urlaub reserviert.

Nach zwei tollen Urlaubswochen auf Bali, wo wir neben Tauchen und Surfen vor allem Entspannung genossen haben, fühlte ich mich wieder mental bereit die neue Saisonvorbereitung mit hoher Motivation zu starten. Mittlerweile habe ich die erste Woche auch schon fast wieder geschafft;-)

Letzten Sonntag war ich zudem als Referent bei der Athleticon-Convention in Freiburg eingeladen. Solche Events machen mir immer besonders Freude denn man lernt wieder neue und interessante Menschen kennen. In der kommenden Saison werde ich meine Tätigkeiten bei solchen Events auch weiter intensivieren.

In den nächsten Tagen und Wochen werde ich hier einige Neuerungen präsentieren denn ich war natürlich insgesamt in den drei Wochen Offseason nicht ganz untätig. Seid also gespannt;-)

Die Saison 2018 kann kommen….ich werde gut vorbereitet sein;-)

Unterwasser-Grüße von eurem Matthias

Ironman Wales

Was für ein Rennen heute beim Ironman Wales. 13 Grad, 5h Regen und Sturmböen haben uns wirklich alles abverlangt. Nach passablem Schwimmen ging es auf die (bei Nässe) fast schon lebensgefährliche Radstrecke. Irgendwie habe ich es mit viel bremsen und etwas Glück auch heil durch geschafft. Auf Platz 15 wechselte ich zum Run. Leider haben Wind und Wetter auch bei mir ordentliche Spuren hinterlassen. Mir war klar, dass viele Pros auch Probleme bekommen würden oder ganz aussteigen und so konnte ich auf Platz 12 nach 10km vorlaufen. Dann war der Ofen aber leider auch bei mir aus. Die Entscheidung ob es ein Wandertag oder DNF werden würde, war schnell getroffen, da ich zu sehr gefroren habe um nicht zu finishen;-) Außerdem gab es Nachos an den Verpflegungsstellen und die schmecken mega wenn man den ganzen Tag nur süße Plörre trinkt! So wurden die letzten 25km eben gewalkt.

Leider konnte ich zum Saisonende keinen mehr raushauen, so dass mein Vize-DM Titel im Duathlon bisher meine beste Platzierung 2017 bleibt. Jetzt genieße ich eine kleine Saisonpause und da werde ich zu allererst mal einen tollen Urlaub mit Sue (ohne Rad) verbringen, mich zudem einigen Projekten bei unserem Coaching Portal trivolution-training.com widmen und den längst überfälligen Bootsführerschein machen;-)

Vielen Dank für’s mitfiebern, anfeuern und Daumen drücken! Der (sportliche) Herbst kann kommen;-)

Ahoi

Matthias

Ironman Wales pre Race

Shit, hier habe ich mich wohl auf eine wirklich krasse Sache eingelassen;-):

Gestern haben wir die Schwimm- und Laufstrecken hier in Wales getestet und was soll ich sagen: Es ist wohl wirklich der der härteste Ironman der Welt! 2500 Höhenemeter auf dem Bike, mehr als 600m auf dem Run und beim Schwimmen gibt es alles von flach bis zu wirklich hohen Wellen….so ist es eben im Meer;-)

Leider ist die Bikestrecke nicht nur schwer sondern wirklich gefährlich was Kurven, Straßenbelag und ähnliches angeht. Wenn sie nass ist und das wird sie leider morgen, muss man wirklich höllisch aufpassen. Der Veranstalter empfiehlt auf Aerolaufräder und Scheiben wegen Böen bis 80 km/h zu verzichten….gut, dass ich nur Scheibe und 80mm Laufrad dabei habe;-) Nein, ich bin nicht schlecht vorbereitet, nur gab es solche Böen im Rahmen der siebenjährigen Geschichte des Rennens noch nie (und ich bin auch noch nie etwas anderes bei einem Rennen gefahren;-)….12-15 Grad mit Schauern sind angesagt, aber wir sind ja auch nicht auf den Kanaren…

Ihr seht, ich schreibe viel über Wetter, Strecke und Härte des Rennens…woran das wohl liegt? Weil ich zum ersten Mal seit vielen Jahren richtig Respekt vor einer Wettkampfstrecke habe. Sonst geht es immer nur um Watt und Aeroequipment und diese Sachen, doch morgen geht es einfach ums Durchhalten und nicht stürzen.

Ich werde mein Bestes geben und versuchen auch am Ende des Tages noch etwas lächeln zu können….

Start: 7:55 dt. Zeit, 6:55 Ortszeit

Startnummer: 16

Liveticker auf ironman.com

Schwimmstrecken-Check gestern (bei Ebbe & schönem Wetter;-)):

 

 

Last day in Camp!

Der letzte Abend in St. Moritz hat begonnen und heute durften wir nochmal bei absolutem Kaiser-Wetter trainieren:

Das Training hat gut geklappt und meine Form ist wieder recht solide. Sicher nicht ganz so gut wie vor Roth, aber nach wirklich gesundheitlich schwierigen 2-3 Wochen habe ich nicht gedacht, nochmal so fit zu werden und in Roth hat es ja nichts gebracht;-)

Morgen fahren wir nach zwei kurzen Trainingseinheiten zurück nach Wiesbaden und am Donnerstag geht es dann weiter nach Wales. Aufgrund der Tatsache, dass man innerhalb der ersten 2-5 Tage nach der Rückkehr ins Flachland racen muss um den Höheneffekt voll ausnutzen zu können, kommt der Streckencheck in Wales etwas kurz….aber man muss sich eben entscheiden;-)

Was meine Chance in Wales angeht so bin ich doch etwas überrascht worden, wie gut das Starterfeld ist. 35 männliche Pros sind gemeldet und ich werde auf Position 15 getippt….diesen Platz will ich natürlich unbedingt schlagen;-) Der Vorjahres-Zweite Philipp Graves wird zB auf Platz 16 getippt, das spricht für die Stärke des diesjährigen Starterfeldes;-) Das Rennen zählt schon für Hawaii 2018 und da wollen eben viele Pros früh Punkte sammeln.

Ich werde einfach alles geben und da es sich um das wohl schwierigste Ironman Rennen der Welt handelt, wird es zumindest ein großes Abenteuer;-) Neben den 2600 Höhenmetern auf dem Bike und knapp 700 Höhenmetern beim Run dürfte das Wetter mit 12 Grad und Regen wohl die größte Herausforderung werden.

Ich werde alles geben und will unbedingt finishen…dann wird es schon für eine bessere Platzierung als Nr. 15 reichen;-)

Ich melde mich aus Wales.

Adiö aus St. Moritz!

Neue Homepage ;-)

Endlich wird aus trivolution-training.de eine internationale Platform;-)) Mit trivolution-training.com sind wir nun auch international unterwegs. Über diesen längst überfälligen Schritt freue ich mich sehr! Zudem hat unsere Homepage eine kleine Auffrischung genossen;-) Schaut es euch doch gerne mal an (einfach auf das neue Logo klicken;-)):

 

 

Derweil läuft das Training in St. Moritz auf Hochtouren und ich muss zugeben, besser als erwartet trotz der Höhe;-) Heute: 15x800m auf dem Track + 2h Bike inkl. 2x15min Sweet Spot….;-)

Impressionen aus St Moritz

Das Wetter ist wirklich prima und das Training läuft gut. Die Intensitäten in der ersten Woche bleiben allerdings noch moderat, denn anders steht man das auch auf 2300m nicht durch;-)

Morgen geht’s nochmal für 5h und 3000hm aufs Bike bevor am Montag dann der nächste Ruhetag ansteht.

Ein schönes Wochenende nach Hause!

Matthias

Trainingslager St. Moritz

Seit Sonntag sind Peto und ich im schönen Schweizer Nobelort St. Moritz um an unseren Polo-Skills zu arbeiten. Zwischendurch gehen wir aber auch ein wenig Radeln, Schwimmen und Joggen. St. Moritz liegt auf 1800m und das macht es dann doch etwas „knifflig“ was das Training angeht. Wer an ein Höhentrainingslager mit dem Motto „ach was soll’s, mache ich genau wie dahoam“ rangeht, zerstört sich und seine Form im Handumdrehen. Unser erster 4-Tages Block besteht lediglich aus Grundlageneinheiten um uns an die neue Umgebung zu gewöhnen. Heute zB sind wir 4h geradelt bei einem NP von 230 Watt. Diese Einheit könnten wir zu Hause nach einer durchzechten Nacht und 30min Schlaf mit Leichtigkeit absolvieren;-) Hier war es echt hart! Genau so sieht es beim Laufen aus. Alles muss einfach ein wenig gedrosselt werden. Die niedrigere Sauerstoffsättigung im Blut ist daran Schuld. Nach 2-3 Wochen adaptiert der Organismus aber und ein höherer Hämatokrit-Wert ist die Folge. Zurück im Flachland profitiert man dann ein paar Tage von der Anpassung und sollte dementsprechend racen;-)  Genau das haben wir vor….und so lange genießen wir das Training im malerischen Engadin!

Die Dichte dieser preisgünstigen italienischen Familienfahrzeuge ist hier in St. Moritz auch auffällig hoch…

Der Pool ist auch weltklasse…was man bei 14€ Eintritt aber auch erwarten darf;-)

Happy training!

Matthias

6. Platz Challenge Finnland

 

Heute bin ich bei der Challenge Finnland über die Mitteldistanz am Start gewesen. Ein insgesamt tolles Rennen ist hier in den letzten beiden Jahren herangewachsen und ich habe mich auf den Start hier gefreut.

Am Ende hieß es Platz 6 für mich. Ein Ergebnis mit dem ich nicht 100% zufrieden bin, aber nach den ganzen gesundheitlichen Problemchen der letzten Wochen zufrieden sein sollte;-) Leider habe ich die letzte Schwimmgruppe verpasst und konnte so nicht an meine passable Schwimmleistung aus Roth anknüpfen. Auf dem Rad bin ich dann mit 323Watt NP und 43,4km/h die schnellste Zeit des Tages gefahren. Trotzdem stieg ich sehr frustriert von diesem ab. Warum? Weil man auf flachen Kursen bei den 12m Abstand laut Regelwerk einfach keine wirkliche Zeit auf eine größere Gruppe gutmachen kann. Lediglich 90sec auf die fair fahrende größere Gruppe und 2-3 min auf kleine Grüppchen konnte ich nach meinem schwachen Schwimmen aufholen. Auf den ersten 10 Laufkilometern hatte ich dadurch erstmals in meinem Leben richtige Motivationsprobleme und wollte/konnte mich nicht ernsthaft quälen. Zum Glück holte ich trotzdem ganz leicht auf und ab KM 13 (und ein paar Anfeuerungen inkl. Zeitabständen) ging es dann wieder und die Motivation war zurück. Mit der zweit schnellsten letzten Runde und dem dadurch entstandenen Negativ-Split holte ich noch drei Plätze auf und kam 1sec (! ) hinter meinem Athleten Marc Unger als 6. nach 3:59h ins Ziel. Marc hat ein super Rennen gemacht und sein bisher bestes Profi-Ergebnis mit Platz 5 erzielt! Eine grandiose Leistung und ich freue mich total für ihn! Allerdings: #beatthecoach bedeutet Straf-Intervalle im Training lieber Marc;-)
Vielen Dank an das gesamte Team um Orga-Chef Heikki, der eines der organisatorisch besten Rennen, die ich je gemacht habe, auf die Beine gestellt hat!!

Meine weitere Profi-Athletin Nina Kuhn war derweil bei den deutschen Meisterschaften im Rahmen der Challenge Regensburg auf der Langdistanz im Einsatz…und WIE!
Nina ist neue deutsche Meisterin und hat mit einer neuen persönlichen Bestzeit nach 9:34h Platz 4 im Gesamtranking erzielt! Chapeau liebe Nina, eine ganz starke Leistung und ich freue mich über meinen ersten deutschen Meistertitel (bei den Profis) als Coach;-)

Morgen geht’s wieder zurück nach Wiesbaden!

Kaikkea hyvää…wie wir hier in Finnland immer sagen;-)

Matthias

Marc und ich beim Zieleinlauf!

Challenge Finnland Pre-race

Mittlerweile war ich nun schon auf sehr vielen Triathlons weltweit und abgesehen von der Antarktis habe ich Rennen auf jedem der (geopolitisch) sieben Kontinente absolviert. Was soll also an einem Triathlon im finnischen Turku schon so besonders sein???

Vieles kann ich euch sagen! Angefangen bei Race Direktor Heikki, der einem jeden Wunsch von der Nase abließt. Egal was einer der Pro-Athleten benötigt, Heikki kümmert sich drum. Um 1:00 nachts vom Flughafen zum (super genialen) Hotel geshuttelt werden? Kein Problem, Heikki macht das! Defekt am Rad? Ruf einfach Heikki an. 210€ Hotelkosten pro Nacht? Nicht bei der Challenge Finnland. Der Veranstalter lädt ein….Heikki kümmert sich wirklich grandios um uns!

Normalerweise kennt man sich unter den Pros, aber oft ist viel mehr als ein „Hi“ und „bye“ mit den ausländischen Athleten nicht drin, weil alle weit verstreut in unterschiedlichen Hotels in der jeweiligen Stadt leben. Nicht aber in Turku….

So waren Marc und ich zB heute mit Mitch (Australien) im Schwimmbad, den ich von den Philippinen und aus Malaysia (wir sind zusammen 15km im Race spaziert;-) kenne. Zu Abend haben wir mit Thomas aus Dänemark gegessen, der die Challenge Fredericia im letzten Jahr gewonnen hat (ich war 6.). Danach gab es Eis mit Jens Frommhold und seiner Freundin aus Potsdam (wir sehen uns bei fast jedem Rennen auf der Welt;-). Tagsüber unterhält man sich lange mit Dylan den ich vom Rennen aus Neuseeland kenne. Beim Frühstück sitzt man dann mit ganz vielen Pros zusammen und das ist wirklich nett. So viele verschiedene Sportler mit den gleichen Zielen aber ganz unterschiedlichen Wegen…Triathlon ist auch ein Lifestyle und bei den hektischen Reisen und dem ganzen hin und her bei den Rennen vergisst man das leider leicht. Hier erfahre ich mal wieder wieso das so ist und das ist wirklich cool!

Ihr seht, ich genieße die Zeit in Finnland sehr. Das Rennen ist flach und schnell. Die Sonne scheint, das Wetter ist toll und wenn jetzt noch mein Körper am Sonntag mitmacht, habe ich einen ganz tollen Trip in den hohen Norden Europas gehabt!

Start ist am Sonntag um 8:00 dt. Zeit (9:00 Ortszeit). Startnummer: 17

Das Rennen wird live im finnischen TV übertragen….ob es einen Stream gibt, ist wohl noch nicht sicher…evtl die Bilder des TV. Schaut einfach am So. mal auf der Seite des Veranstalters nach: http://www.challengeturku.com/

Turku ist zudem ein sehr nettes Städtchen und es lohnt sich wirklich sehr, hier bei der Challenge zu starten!

 

Grüße nach Deutschland!