Challenge Serie – Europa Wertung

Gestern hat die Challenge Family endlich den Zwischenstand der Europa-Serienwertung vor den letzten Rennen der Saison veröffentlicht. Hätte mir vor der Saison einer gesagt, dass ich im letzten Monat auf Platz 6 liege, so hätte ich das wohl schneller unterschrieben als ich „arriba“ sagen kann….aber mein Rennabbruch in Almere hat mir weitere Aufstiegschancen verspielt und so kann ich nur 4 der 5 möglichen Rennen einbringen. Doch mit Platz 2 (LD), Platz 2 (MD) und Platz 6 (MD) bin ich vor meinem letzten Rennen auf Sardinien natürlich mehr als zufrieden.

Hier die ersten 21 Herren der Serienwertung:

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Bis auf Frodeno und Böcherer sehe ich wohl fast alle auf Sardinien wieder….schön, wenn mich sich ständig irgendwo auf der Welt zum plantschen mit anschließender Fahrradtour und nettem Jogging trifft;-))

Grüße aus Brasilien!

Matthias

 

Coaching Challenge

+++ „DAS SAMBA PROJEKT“ +++

Das Wetter ist prima, Zika-Fliegen habe ich auch noch keine gesehen und wir machen hier große Fortschritte. Neben meinem eigenen Training steht vor allem das Coaching im Vordergrund, denn ich habe mich auf ein interessantes Projekt mit Trivolution-Training eingelassen….das „Samba Projekt“ (so nenne ich es jedenfalls…vielleicht auch nur weil ich schon zu lange unter der doch starken brasilianischen Sonne schmoren durfte;-))

Die Ausgangslage:

– Ein brasilianischer Athlet (36 Jahre) betreibt seit einem Jahr Triathlon und finishte vor 2 Monaten den Ironman Brasilien mit einer persönlichen Bestzeit von 11:47h womit er äußerst zufrieden war.

– sportlicher Background: Tennis und Golf

Das Ziel:

– Realistische Chance auf eine Hawaii-Qualifikation bei zwei Ironman 70.3 Rennen in der AK35 (ja, in China gibt es in diesem Jahr zwei Chancen auf Kona-Slots im Rahmen von 70.3 Rennen)

Das Problem:

– Der Sportler hat nur 10 Wochen Zeit bis zum ersten Rennen und 14 Wochen bis zu einem weiteren Rennen und der zweiten Chance.

Die Rahmenbedingungen:

– 10 Wochen Training unter perfekten (!!) Bedingungen. Voller Fokus auf den Sport, d.h. Training unter meiner Anleitung, ernährungswissenschaftliche- sowie physiotherapeutische Betreuung. Weiterhin wird er absolutes Top-Material im Wettkampf benutzen. Also insgesamt: eine bessere Vorbereitung innerhalb von 10 Wochen gibt es nicht. Aber es sind eben nur 10 Wochen und nicht zwei Jahre…;-)
Ich war/bin innerhalb der 10 Wochen zweimal (insg. 3 Wochen) in Brasilien und trainiere alle Einheiten mit meinem Athleten zusammen.

Es wird wohl mindestens eine Zeit von 4:30h nötig sein um eine winzige Chance auf einen der begehrten Hawaii-Slots zu haben.

Wir machen große Fortschritte, doch reicht die Zeit?? Ich werde berichten…..

VO2max Training am Berg:

Koppellauf im hawaiianischen Style:

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Unser Anstieg für die Hill-Reps:

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Hier wird geschwommen:

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Spannend wir das…;-)

Beste  Grüße aus Brasilien,

Matthias

Back to work! Brazil is calling…

Nach ein paar tollen Tagen mit der Großfamilie in einer meiner liebsten Großstädte -Wien- geht es heute wieder „back to work“.

Ich fliege gleich für 14 Tage in schöne Araras nach Brasilien wo ich natürlich, neben meinem eigenen Training, auch wieder für unser Coaching Netzwerk Trivolution-Training im Einsatz bin.

Die Zeit dort ist immer ziemlich außergewöhnlich und spannend. Natürlich kommt mein eigenes Training nicht zu kurz, denn ich habe noch ein Rennen bei der Challenge Sardinien Ende Oktober ausstehen. Darauf freue ich mich schon sehr! Mein erstes DNF bei einer Langdistanz habe ich gut verarbeitet und die Lektionen daraus sind verinnerlicht;-)

Aktuell liege ich im Europa Ranking der Challenge Serie noch auf Platz 5 und diesen Platz werde ich versuchen gegen Kollegen Dreitz, Molinari, Steger und Ospaly zu verteidigen….auch wenn es natürlich ziemlich schwer werden wird mit einem Rennen weniger. (Konnte bisher nur 3 von 5 möglichen Resultaten durch mein DNF in Holland einbringen. Plätze 2,2,6…Sardinien ist dann das letzte Rennen der Serienwertung in diesem Jahr.)

Also trainiere ich mal lieber ein wenig in den kommenden 5 Wochen;-)

Family-time in Vienna:

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Verkackt….

Wenige Worte sind dafür nur nötig…


Zum Glück lerne ich aus Niederlagen immer am meisten (siehe Malaysia)….und darauf kommt es auf dem Weg nach oben eben an😉

Weiter geht’s!

Challenge Almere verfolgen?!

Der Start erfolgt morgen um 7:20!

Meine Startnummer: 7

Homepage des Veranstalters: https://www.challenge-almere.com/

oder die eigene App downloaden: Challenge Almere

Live Bilder (keine Ahnung wie gut), gibt es hier: http://live.challenge-almere.com/

Zeitgleich findet auch eine Mitteldistanz statt, allerdings ohne Profis, also wird darüber wohl wenig berichtet werden.

Melde mich aus dem Ziel!

Matthias 

Update aus Almere

Heute in Form eines kleinen Videos:

Challenge Almere race predictions

Die Race-Week ist in vollem Gange und morgen früh geht es für mich nach Almere-Amsterdam. Schön, wenn man mal nur 3,5h mit dem Auto unterwegs ist….Dänemark und Samorin waren da doch andere Trips;-)

Da es sich um die letzte europäische Langdistanz der Challenge Serie in diesem Jahr handelt, hat das Starterfeld nochmal ordentlich an Qualität gewonnen. Gespannt bin ich, neben allen Favoriten um Raphael, Wijnalda, Strijk, Jaskolla, Rhodes und Co., vor allem auf das Abschneiden des zweimaligen Norseman Siegers Allan Hovda. Zudem wird die holländische Meisterschaft der Elite ebenfalls im Rahmen dieses Wettkampfs ausgetragen. Aber wir Deutschen müssen uns mit Raphael, Ramali, Bruns, Seidel, Otto und mir absolut nicht verstecken;-)

Auf der genialen Seite von Thorsten –trirating.com– werden natürlich wieder die Pro-Athleten und der Kurs geranket. Die Analysen basieren auf vorherigen Ergebnissen sowie auf dem Durchschnitt der männlichen Top 10 der Vorjahre.

Der Kurs in Almere wird als ca 10min langsamer als Roth und Billund sowie 2min langsamer als Frankfurt eingestuft.

Ich werde auf Platz 5 getippt….mit der schnellsten Radzeit des Feldes von 4:32h. Der Radrekord des ältesten Langdistanz-Rennens in Europa liegt allerdings bei 4:25:18h…..wir werden sehen ;-))

Hier das Ranking der männlichen Pros:

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Wer das Rennen am SAMSTAG um 7:20 Uhr live verfolgen möchte, kann sich die App für iOS oder Android (Challenge Almere) downloaden oder verfolgt das (hoffentlich stattfindende) Spektakel hier: live.challenge-almere.com

Ich melde mich aus Almere!

Matthias

One week to go!

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…so wie hier (bei der Challenge Samorin vor 10 Tagen) oder zumindest so ähnlich stelle ich mir mein Finisher-Pic kommenden Samstag bei der Challenge Almere auch vor. Allerdings steht da meine zweite Langdistanz in dieser Saison auf dem Programm und da wird es mit einer Sub4 Endzeit etwas eng;-)

Durch eine gute Platzierung könnte ich zudem mein Punktekonto der Challenge Europe Serienwertung weiter aufstocken. Eine gute Ausgangssituation vor dem letzten Rennen der Saison am 30.10 auf Sardinien ist natürlich mein Ziel.

Die Form ist eigentlich ganz gut, auch wenn die unmittelbare Vorbereitung auf eine zweite Langdistanz in einer Saison immer etwas kniffliger ist. Am Donnerstag fahren wir nach Almere-Amsterdam und dann gibt es am Samstag um 7:20 Uhr nur ein Gas….VOLLGAS !

Hier noch ein kleiner Nachtrag zu meinem Rennen aus Samorin wofür ich mich bei der NNP und Pressewart Rob bedanken möchte:

NNP Bericht Samorin

Jetzt drücke ich aber erstmal allen Jungs unserer Trivolution Action Crew die Daumen, die sich heute Abend unserer Zeit in die Fluten vor Australien bei der Ironman 70.3 WM stürzen werden! Unser neustes TAC-Mitglied Gregor Schreiner startet morgen bei seiner ersten Mitteldistanz in Köln….auch das wird spannend!

Ich melde mich ab Donnerstag aus den Niederlanden!

Bis dann

Matthias

2. Platz Challenge Samorin – Rennbericht

Wuhuuuu, 2. Platz bei der Challenge Samorin!! Ein grandioses Ergebnis für mich, welches meine restliche Saison äußerst spannend machen dürfte, aber dazu in ein paar Tagen mehr;-)

Das Rennen:

Nach mäßigem Schwimmen auf den sehr langen (überlangen;-)) 1900m bin ich an Position 13 liegend auf mein Bike gestiegen und dann direkt wieder runter, da die Kette zum ersten Mal runter geflogen ist. Auf dem holprigen Stück zur Mount-Line (bis wohin man sein Rad schieben muss) löste sich einer meiner Schuhe aus dem Pedal. Nachdem ich ihn eingesammelt habe, sprang ich auf mein Felt und wollte los….leider merkte ich erst dann, dass die Kette ebenfalls runtergesprungen ist. Shit, wieder runter, Kette drauf und endlich los….es ist ja nicht so, also ob Ospaly und Co. bereits genug Vorsprung gehabt hätten;-)

Auf dem Rad fand ich zu Beginn nicht meinen gewohnten Rhythmus und ich kämpfte gegen erste Zweifel an. Am Horizont sah ich dann denn 11. Pro, den ich mit einem unglaublichen Geschwindigkeitsunterschied stehen ließ….das Feuer war entfacht. Von nun an ging die Post auf der flachen aber sehr windigen Strecke ab. Ich arbeitete mich kontinuierlich nach vorne.

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Bei KM75 überholte ich eine 5-Mann lutschende Gruppe hinter Lokalmatador und zweifachem Olympiateilnehmer Filip Ospaly. Der Niederländer Evert Scheltinga war nun ca 3min vor mir und ich lag auf Position 2. Jetzt machte richtig Druck und fuhr fast 400 Watt auf den folgenden 10km. Keiner der Jungs konnte mir folgen. Mittlerweile hatte starker Regen eingesetzt und es ging wieder hinein in die Stadt. Obwohl ich im Schneckentempo um die letzten Kurven fuhr, passierte es: mein Vorderrad rutschte auf der spiegelglatten Fahrbahn weg und wie durch ein Wunder kam ich aus beiden Pedalen heraus und rutschte in „Valentino Rossi-Manier“ mit meinen Cleats über den Asphalt ohne richtig den Boden zu küssen. Ich sprang sofort wieder aufs Rad und wollte los…Kette unten. What the f**** !!! Wieder runter vom Rad, Kette drauf und los. Die Gruppe war wieder hinter mir und Evert enteilt. Egal, weiter, immer weiter dachte ich mir.

Nach 2:06h stellte ich mein Bike, mit einem Schnitt von 43km/h und einem neuen Streckenrekord in T2 ab. Leider verlor ich durch den Vorfall meinen netten Vorsprung auf Filip Ospaly und die anderen Jungs und wurde von nun an 21km gejagt….eine komplett neue Situation für mich, denn für gewöhnlich bin ich der Jäger (aufgrund meines Schwimmrückstands).

Allerdings merkte ich schnell, dass nur ein Spanier und Ospaly mithalten konnten. Ein Zweikampf um Platz 2-4 entbrannte!

In der dritten der vier Laufrunden konnte ich mich an einem kleinen Hügel etwas absetzen. Zurück im Flachen hatte ich dann ein paar Meter Vorsprung.

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(Der Athlet direkt hinter mir ist ein überrundeter Age-Grouper)

Die zweitschnellste Laufzeit des Tages hat mich dann noch bis auf 1:40min an Sieger Evert Scheltinga herangebracht, aber er war heute einfach eine Klasse besser. Gratulation an ihn!

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Ich bin mehr als happy, dass es am Ende für Platz 2 gereicht hat;-) (Endzeit: 3:59h)

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Vielen Dank an alle Volunteers an der Strecke und an das ganze Challenge Family Team! Ebenso natürlich an meine Mum, die mich diesmal vor Ort mit Splits versorgt hat;-)

Danke an alle meine Sponsoren und Partner:
Custom Cycling, Tri Castelli, Forever Sport, FIT FUN Sportpark Limburg, Laufsport Düllmann, Isostar Deutschland, CycleFit.de, CeramicSpeed

Race day!

It’s all set and done for tomorrow!

Ein letzter kleiner Test auf meinem Felt heute:


Eben habe ich mir noch das olympische Triathlon-Rennen der Damen angeschaut und bin immer noch begeistert. Was für ein Zweikampf zwischen Nicola und Gwen!! Ich hoffe ihr habt das sehen können….sowas würde ich mir morgen auch mit Filip Ospaly und Evert Scheltinga wünschen😉

Jetzt bereite ich meine Verpflegung für den morgigen Tag vor und dann geht’s bald ins Bett.

Leider gelten hier die slowakischen Triathlon-Regularien und daher gibt es keine 20m Abstand auf dem Rad, sondern nur 12m….ab 2017 soll es endlich einheitlich werden. Ich hoffe es wird zumindest streng kontrolliert, denn sonst öffnet die Strecke mit 100 Höhenmetern hier „Lutschern“ Tür und Tor. Wir werden sehen wie es läuft….ich bin jedenfalls mächtig heiß;-)

Startnummer: 4

Startzeit: 9:00

Ready to rumble;-)